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Wie funktioniert Filesharing?
„Filesharing“ – der Begriff wird vor allem mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte in Verbindung gebracht.

In den meisten Fällen werden diese von einem Uploader bei einem Webspeicheranbieter (Filehoster) abgelegt und können von dort über einen Direktlink (Direct-Download-Link, kurz DDL) vom Downloader heruntergeladen werden.

Dieser DDL wird beim Upload automatisch generiert und dient in der Regel dazu, den Inhalt Dritten zugänglich zu machen. Dazu wird er auf Shareportalen – wie Foren, Blogs, Tube-Seiten oder Sozialen Netzwerken – verbreitet. Dort wird er häufig mit Zusatzinformationen (Buch- oder Filmcover, Inhaltsangaben usw.) versehen, gruppiert und organisiert. Mithilfe der meist vorhandenen Suchfunktion können die gewünschten Inhalte komfortabel und ohne besondere Kenntnisse gefunden werden.

Ein lukratives Geschäft, an dem alle mitverdienen
Außer der, der es eigentlich sollte: Sie.

Kriminelle Netzwerke werden mit einem Ziel etabliert: Aus dem Filehosting und -sharing möglichst hohe Gewinne für die Beteiligten zu generieren.
Dafür muss das Produkt so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Vor allem bedeutet dies, die Dateien durchgehend verfügbar zu halten und das Programm auszubauen.

Woher kommt das Geld?

Die gebräuchlichsten Methoden, Geld zu verdienen, sind:
  • Werbeeinblendungen
  • Affiliate-Marketing (Vergütung durch Provisionen)
  • kostenpflichtige Premiumzugänge
  • Spenden
Die Downloads selbst sind kostenlos. Sie sind das Mittel, um möglichst viele Nutzer – und damit potenzielle Werbekunden, Käufer oder Spender – anzuziehen.

Verstecken und Verschleiern

Verschiedene Maßnahmen sollen Rechteinhaber und ihre Dienstleister daran hindern, Urheberrechtsverstöße zu finden und zu entfernen:
  • IP-Sperren und DDOS-Schutzdienste schirmen Filehoster und Shareportale vor zu häufigen Serveranfragen ab.
  • Dereferer und Redirecter ersetzen den DDL durch eine neue URL oder verschleiern ihn durch die Umleitung über eine dritte Website.
  • Kryptische Dateinamen, Captchas und Passwörter bremsen Crawler aus.
  • Containerformate verschlüsseln den DDL und lassen sich nur mit einem speziellen Programm öffnen.
  • Linkcrypter fassen hunderte oder tausende DDLs in einem Ordner zusammen, wodurch sich viele Dateien gleichzeitig verbreiten lassen.
Das Geschäftsmodell Filesharing absichern
Um den Betrieb der Portale abzusichern und für steigende Besucherzahlen – und Einnahmen – zu sorgen, werden weitere Vorkehrungen getroffen.
  • Mit Multi-Uploadern und Multi-Postern können Dateien gleichzeitig auf mehrere Hoster hochgeladen und die DDLs parallel auf mehrere Shareportale verteilt werden.
  • Aus externen Datenbanken werden ergänzende Informationen wie Cover, Inhaltsbeschreibungen oder Liedtexte geladen.
  • Eigene Websites informieren über Neuveröffentlichungen.
  • Mit spezialisierten Suchmaschinen kann gezielt nach gewünschten Inhalten und den dazugehörigen DDLs gesucht werden.
  • Nicknames und Pseudonyme verschleiern die Identität von Uploadern und Downloadern.
  • Bei der Domainregistrierung werden falsche Daten angegeben, so dass sich die Inhaber schwerer ermitteln lassen.
  • Proxyserver leiten den Datenstrom über externe Webadressen um und verschleiern so die IP-Adressen der Beteiligten.
  • VPN-Dienste versprechen Nutzern anonymisiertes Surfen.
  • Reseller vermitteln Kunden für Premiumaccounts, die den Filehostern einen Großteil ihres Umsatzes bescheren.
  • Eigens gegründete und in die Netzwerke integrierte Werbeunternehmen steigern die Gewinne durch Bannerwerbung und Affiliate-Marketing.
  • Mit kostenpflichtigen Browsergames und Abofallen werden weitere Einnahmen generiert.

Dienste wie Google Drive oder AWS (Amazon Webservices) bieten

  • niedrige Kosten bei gleichzeitig hoher technischer Sicherheit
  • großes Speichervolumen und hohe Datenübertragungsraten
  • Einnahmen durch Werbeschaltung an den hochgeladenen Inhalten
  • Anonymität dank fehlender Identitätsprüfung bei der Registrierung
Etwas dagegen tun – über die Notwendigkeit und den richtigen Weg
Kann man etwas gegen Filesharing unternehmen?
Ganz sicher.
Muss man etwas gegen Filesharing unternehmen?
Wir denken, schon.

Warum?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Der offensichtlichste: Wer sich für Ihren Titel interessiert, ist ein potenzieller Zuschauer, Hörer oder Leser. Wer jedoch online eine kostenlose Downloadversion sucht und finden kann, wird wahrscheinlich nicht mehr regulär kaufen.

Gleichwohl muss gesagt werden: Der Erfolg einer Anti-Piraterie-Maßnahme ist nicht ohne Weiteres kalkulierbar. Nicht jeder erfolglose Downloader wird automatisch zum Käufer; nicht jedes gesperrte Downloadangebot lässt sich in einen Verkauf „umrechnen“. Wie sich Absatzzahlen in Folge einer Anti-Piraterie-Maßnahme entwickeln, können wir nicht vorhersagen.
Aber: Unsere Erfahrung und die Rückmeldungen unserer Kunden zeigen, dass es deutliche positive Effekte gibt.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Vorteile des konsequenten Vorgehens gegen Filesharing:
Illegale Angebote stellen immer eine Konkurrenz zum eigenen Markt dar. Die eigene Zielgruppe wird durch deren Verfügbarkeit nicht nur abgeworben, sondern zunehmend auch darauf „konditioniert“, Inhalte kostenlos beziehen zu können oder dafür nur geringe Gebühren zahlen zu müssen.
Wird nicht gegen Filesharing vorgegangen, werden indirekt kriminelle Bestrebungen unterstützt, ein Anstieg der Urheberrechtsverletzungen in Kauf genommen und der Auf- und Ausbau illegaler Netzwerke unwillentlich befördert.
Bestehen illegale Angebote weiter, sinkt der Wert kreativer Leistungen in der öffentlichen Wahrnehmung. Was kostenlos aus zweifelhaften Quellen zu beziehen ist, ist es nicht wert, reguläre Preise dafür zu zahlen.
Was also tun?
Um gegen Filesharing vorzugehen, können verschiedene Strategien einzeln eingesetzt oder miteinander kombiniert werden.
Meist denkt man dabei vor allem an die Abmahnung einzelner Anbieter auf Tauschbörsen. Die damit verbundenen Sanktionen sollen entstandene Schäden kompensieren und abschreckend wirken. Beim Einzelnen zeigt diese Praxis Wirkung – der Effekt auf die Gesamtmenge der hochgeladenen Dateien ist jedoch kaum spürbar. Vielversprechender ist die Ermittlung und Verfolgung der kriminellen Netzwerke, die Filesharing professionell betreiben. Dies erfordert jedoch den Einsatz beträchtlicher Ressourcen, um die komplexen Zusammenhänge und weitverzweigten Netzwerke vollständig zu erfassen.
Einige Vertreter der Industrie und Dienstleister bringen Dateien in Umlauf, die etwas anderes enthalten, als ihr Name verspricht, und die so die Downloader frustrieren sollen. Statistisch belegbare Erfolge lassen sich damit jedoch nicht erzielen. Sobald die Community sie meldet, löschen Websitebetreiber die Decoys; Downloader finden zudem oft schnell und unkompliziert Ersatz.
Dateien, die Urheberrechtsverletzungen enthalten, werden gesucht, an den jeweiligen Plattformbetreiber gemeldet und daraufhin entfernt. Das illegale Angebot lässt sich so wirkungsvoll auf ein Minimum senken. Die Nutzer werden immer seltener fündig, die Attraktivität der Portale leidet und die Einnahmen aus dem Verkauf von Premiumaccounts sinken. Sinnvoll ist, ergänzend auch Verweise zu illegalen Angeboten aus Suchmaschinen zu löschen. Damit wird Downloadern die Suche nach entsprechenden Inhalten erschwert und legale Angebote rücken wieder stärker in den Vordergrund.
Einige Plattformbetreiber setzen bereits auf Uploadfilter, um Urheberrechtsverstößen vorzubeugen. Beispiel YouTube: Im „Content-ID-System“ können Rechteinhaber Referenzdateien ihrer Titel hinterlegen, mit denen dann automatisch alle neuen Nutzeruploads abgeglichen werden. Mit relativ hoher Verlässlichkeit erkennt die Software dabei problematische Videos direkt und es kann schnell reagiert werden.
Kurz und knapp – Fragen und Antworten
Selbst nach illegalen Angeboten der eigenen Werke suchen und die Seitenbetreiber zur Löschung auffordern? Kein Problem – diesen grundlegenden Vorgang kann jeder mit etwas Internetkenntnis bewältigen.
 
Aber: Wo suchen? Wie finden, wenn das Werk hinter einem irreführenden Dateinamen versteckt wird? Was tun, wenn der Seitenbetreiber nicht reagiert oder sich weigert, zu löschen? Wie sich vor Malware schützen, die häufig auf Filesharingplattformen kursiert? Und wie viel Personal und Schulung aufwenden, um die Aufgabe effektiv und gründlich zu erfüllen?
 
Wer dafür einen professionellen Anti-Piraterie-Dienstleister engagiert, profitiert von dessen Erfahrung und Sachverstand.
Wir
  • sind seit zehn Jahren erfolgreich am Markt und haben in dieser Zeit Routinen entwickelt, uns Spezialwissen angeeignet und gelernt, mit jeder möglichen und unmöglichen Situation umzugehen.
  • verfügen über eine Datenbank mit rund 9000 Seiten, die potenziell für Filesharing genutzt werden, die wir kontinuierlich beobachten.
  • wissen, wie wir mit unkooperativen Hostern verfahren und kennen Wege, Sperrungen durchzusetzen.
  • arbeiten mit eigener Software, die speziell auf die Anforderungen zugeschnitten ist, mit denen wir tagtäglich durch die Filesharer konfrontiert werden.
  • haben keine anderen Themen, die uns ablenken. Wir widmen hundert Prozent unserer Aufmerksamkeit und Energie dem Schutz Ihrer Werke.
Prinzipiell lässt sich feststellen: Je gefragter ein Titel ist, desto höher ist das Piraterie-Risiko und desto mehr Aufwand nehmen Up- und Downloader in Kauf, um ihn zu verbreiten.
 
Je nach Medientyp lässt sich anhand verschiedener Faktoren die Attraktivität eines Titels bestimmen und die Wahrscheinlichkeit beurteilen, dass er von Filesharing betroffen sein wird.
 
  • Bücher und E-Books:
    Genre | Autor | Verkaufspreis | Zielgruppe | Marketingaufwand | Vorbestellungen | Medientyp
  • Musik und Hörbücher:
    Genre | Sprecher | Künstler | Verkaufspreis | Zielgruppe | Marketingaufwand | Vorbestellungen
  • Filme und Serien:
    Genre | Cast | Regisseur | Kino / Verleih / STV (straight to video) / VOD (video on demand) | Zielgruppe | Marketingaufwand | Medientyp
  • Software:
    Spiel / App / Anwendungssoftware | Verkaufspreis | Zielgruppe | Marketingaufwand
Filme und Serien, Bücher, E-Books und Hörbücher, Musik, Zeitschriften, Software, Computer- und Konsolenspiele, Fotos, Grafiken und Bildergalerien – sie alle sind attraktiv für Filesharer. Besonders intensiv verbreitet werden „massentaugliche“ Titel, die viele Nutzer anziehen. Aber auch Werke, die sich an eine kleinere Zielgruppe richten, sind betroffen.
 
Während bei Blockbustern und Bestsellern der Schaden für den Urheber vor allem durch die große Menge der illegal angebotenen Kopien entsteht, fällt bei Nischenprodukten, die von vornherein geringere Absatzzahlen haben, jeder ausbleibende Verkauf erheblich ins Gewicht.
Die Frage, ob sich der Erfolg einer Anti-Piraterie-Maßnahme vorhersagen und konkret mit Mehrverkäufen, also mit Gewinn beziffern lässt, würden wir gern „handfest“ beantworten – wer wünscht sich nicht eine berechenbare Reaktion der Downloader? Wer den gesuchten Inhalt nicht findet, akzeptiert und geht stattdessen den legalen Weg, indem er das Buch erwirbt, ins Kino geht oder sich das Musikstück in einem offiziellen Shop zum regulären Kaufpreis herunterlädt.
 
Leider ist der Nutzer weit weniger berechenbar. Zwar gibt es durchaus jene, die so reagieren, allerdings existieren auch andere Typen:
  • Der „Jäger und Sammler“ – mehr als der Inhalt selbst zählt für ihn dessen Besitz. Hat er keinen Erfolg, geht er nicht den legalen Weg; es ist ihm schlichtweg egal.
  • Der sparsame „Schnäppchenjäger“ – er will partout kein Geld ausgeben. Findet er den gewünschten Inhalt nicht als kostenfreien Download, verzichtet er lieber ganz.
  • Der „Hartnäckige“ – er sucht so lange weiter und wartet, wenn es sein muss, auch auf eine bessere Chance, bis er „seinen“ Download gefunden hat.
 
Sie sehen: Eine Prognose, wie sich die Verkaufszahlen eines Werkes entwickeln, nachdem illegale Angebote im Internet gesperrt wurden, ist schwierig. Unsere Erfahrung und Rückmeldungen unserer Kunden zeigen jedoch, dass sich Anti-Piraterie-Maßnahmen auszahlen. Darüber hinaus birgt das konsequente Vorgehen gegen Online-Piraterie weitere Vorteile , die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
Prinzipiell bieten alle Anti-Piraterie-Dienstleister im File- und Streamhostingbereich das Gleiche an: Sie suchen und sperren illegale Angebote geschützter Werke. Dennoch unterscheiden sich ihre Preise zum Teil erheblich.
 
Die Kosten für eine Anti-Piraterie-Maßnahme bemessen sich durch die Aufwände, die sie verursacht. Welche Technologien kommen zum Einsatz? In welchem Umfang ergänzen spezialisierte Mitarbeiter die automatisierte Suche und kontrollieren Ergebnisse? Wie intensiv wird gesucht? Wie groß ist der Suchradius? Die Faktoren, die die Kosten bestimmen, bestimmen damit maßgeblich auch die Qualität der Dienstleistung.
 
Programmierung (Entwicklung und Wartung) und Pflege selbstentwickelter Systeme
  • Integration neuer File- und Streamhoster
  • Linkchecks (Überprüfung, ob beauftragte Sperrungen umgesetzt wurden)
  • Automatismen für die Bearbeitung von Linksammlungen
  • Verfahren zur Überwindung von Verschleierungsmechanismen
 
Einsatz von geschultem Personal
  • manuelle Suche
  • Überwinden von Verschlüsselungen (z. B. Lösen von Captchas, Eingabe von Passwörtern)
  • Überprüfung der gefundenen Inhalte, um Fehlsperrungen zu vermeiden
  • Ermittlung von Seitenbetreibern, um Sperrungen durchzusetzen (Eskalation)
 
Intensität der Bearbeitung
  • Häufigkeit, mit der Quellen abgesucht werden
  • Häufigkeit, mit der Linkcrypter auf erneute Uploads kontrolliert werden
  • Menge der zu lösenden Captchas
 
Bei der Beauftragung eines Anti-Piraterie-Dienstleisters sollten demnach nicht nur die Kosten ausschlaggebendes Kriterium sein. Sind Preise vergleichsweise niedrig kalkuliert, muss hinterfragt werden, ob für diesen geringen Betrag pro Werk pro Monat gewährleistet werden kann, dass auf allen einschlägigen Plattformen wiederholt gesucht, Gefundenes kontrolliert und dessen (langfristige) Sperrung mit Nachdruck durchgesetzt wird.
Bei uns gibt es keine Pauschalpreise. Die Erfahrung zeigt, dass die Aufwände erheblich variieren – die Bandbreite reicht von wenigen, vereinzelt verbreiteten Downloadangeboten bis zu mehreren hunderttausend Links, die in hoher Frequenz weit gestreut werden.
Aus diesem Grund gestalten wir die Preise lieber individuell – und damit fair für beide Seiten. Sie können sich sicher sein, dass wir uns an Ihren Anforderungen orientieren und unser Bestmöglichstes tun, um Ihr Werk zu schützen und wir wissen, dass unser Einsatz gerecht entlohnt wird.
Prinzipiell können Sie – gern mit einigen Eckdaten – eine „Hausnummer“ erfragen , wir empfehlen jedoch, dass Sie uns zunächst analysieren lassen, mit welchem Aufwand zu rechnen ist, und wir dann auf dieser Basis ein passendes Angebot für Sie erstellen.